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Borretschöl – das Öl für die Haut

In diesem Beitrag möchte ich dir heute ein besonders wertvolles und hautförderndes Öl vorstellen: das Borretschöl. Das Borretschöl wird aus den Samen der Borretschpflanze gewonnen. Diese hat unter allen Pflanzen den höchsten Anteil an der wichtigen Gamma-Linolensäure (GLA), nämlich ca. 20 %. Zum Vergleich: Das bekannte Nachtkerzenöl enthält nur 10 %, Hanfsamenöl sogar nur 3 % GLA. Wir nehmen meist viel zu wenig Gamma-Linolensäure (generell mehrfach ungesättigte Fettsäuren pflanzlichen Ursprungs) über unsere Nahrung auf, was zu einem Mangel führen kann. Gamma-Linolensäure ist eine Omega-6-Fettsäure und ein wichtiger Bestandteil unserer Hautzellen. Sie ist damit Ausgangsstoff für die Bildung funktionell wichtiger Strukturlipide und bestimmter entzündungshemmender Stoffe. Da es antiinflammatorisch (also entzündungshemmend) wirkt, bietet sich Borretschöl gerade bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis an.

Die Borretschpflanze (borago officinalis) ist eine Heilpflanze, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt. Die Pflanze ist auch unter vielen anderen Namen bekannt, besonders schön finde ich die Bezeichnung Blauhimmelstern oder Gurkenkraut (weil ihre Blätter wohl nach Gurken schmecken sollen). Borretschöl lässt sich in vielfältiger Weise dem Körper zuführen. Ich habe die folgenden Borretsch-Produkte ausprobiert:

So sieht die Borretschpflanze aus.
Corinna Huter/Shutterstock.com

Produkttipps mit Borretschöl

Zum Schlemmen: Dr. Budwig Omega-3 Borretsch

Das Wirken der Firma Dr. Budwig geht auf die Forschung der Ärztin Dr. Johanna Budwig zurück. Johanna Budwig hat wie keine andere das Prinzip der guten Fette vorangetrieben und damit die sogenannte Öl-Eiweiß-Kost etabliert. Nach Johanna Budwig bilden diese gesunden Fette die Basis unserer körperlichen und seelischen Gesundheit.

Die Öle von Dr. Budwig zeichnen sich alle durch ihren hohen Anteil an Leinöl aus, das sozusagen die Basis bildet. Im Dr. Budwig Omega-3 Borretsch werden deshalb 75 % Leinöl (Omega-3-Träger) und 25 % Borretschöl (Omega-6-Träger) kombiniert, was eine ideale Gesundheitskombi darstellt.

-> Du kannst das Borretschöl der Firma Dr. Johanna Budwig direkt über den Onlineshop oder im gut sortierten Reformhaus kaufen.

Zum Schlucken: Borretschöl-Kapseln von Dr. Wolz

Die Einnahme der Borretschöl-Kapseln von Dr. Wolz ist super komfortabel. Einfach zwei Kapseln täglich vor oder zu einer Mahlzeit unzerkaut schlucken, was 240 mg wertvoller Gamma-Linolensäure pro Tag entspricht. Einziger Nachteil der Kapseln: Sie enthalten Gelatine.

–> Die Borretschöl-Kapseln von Dr. Wolz findest du hier.

Zum Schmieren: Bio-Borretschöl von der Ölmühle Solingen

Natürlich kann man Borretschöl auch direkt über die Haut aufnehmen. Dann jedoch sollte man reines Borretschöl verwenden. Das Borretschöl der Ölmühle Solling ist bio (!), nativ und kaltgepresst (darauf solltest du bei Ölen immer achten). Es ist als Speiseöl ausgewiesen und du kannst es genauso wie das Öl von Dr. Budwig in deinen Speiseplan einbauen. Es eignet sich aber eben auch hervorragend zum Auftragen auf die trockene Haut und hinterlässt ein angenehmes Gefühl.

–> Hier findest du das Bio-Borretschöl der Ölmühle Solling

Das Geheimnis der Delta-6-Desaturase

Gamma-Linolensäure kann neben der direkten Zufuhr über die Ernährung auch durch die Umwandlung von Linolsäure im Körper hergestellt werden. Für diese Umwandlung sind viele verschiedene biologische Prozesse notwendig. Eine besondere Rolle spielt hierbei das Enzym Delta-6-Desaturase. Und nun wird’s spannend, denn die Aktivität der Delta-6-Desaturase kann unter bestimmten Voraussetzungen gehemmt sein, zum Beispiel durch zu viele tierische Fette, zu viel Alkohol, Virusinfekte, Diabetes – oder durch einen Nährstoffmangel. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Aktivität der Delta-6-Desaturase durch die Zufuhr von Mikronährstoffen wie Magnesium, Calcium oder Zink zu unterstützen (nicht ohne Grund empfehle ich Zink als eins meiner Top 3 Nahrungsergänzungsmittel, den Beitrag dazu findest du hier). Das Enzym Delta-6-Desaturase ist das Schlüsselenzym für die Bildung der sogenannten Eicosanoide (der 1er- und 3er-Reihe). Eicosanoide wirken entzündungshemmend und immunmodulierend und sind eben sehr erwünscht und lebensnotwendig. Eine Aktivitätsminderung des Enzyms zeigt sich neben dem prämenstruellen Syndrom oder Migräne vor allem auch bei atopischen Ekzemen (Neurodermitis). Es gibt Neurodermitiker, bei denen die Delta-6-Desaturase im Körper sogar ganz fehlt (der sogenannte Desaturase-Defekt). Mit der Supplementierung von Gamma-Linolensäure (-> Borretschöl) kann also der Enzymdefekt bzw. eine Schwäche der Delta-6-Desaturase ausgeglichen werden.

Teile dieses Beitrags enthalten Werbung, spiegeln aber nichtsdestotrotz authentisch die Meinung der Autorin wider.

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