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Borretschöl – das Öl für die Haut

In diesem Beitrag möchte ich dir heute ein besonders wertvolles und hautförderndes Öl vorstellen: das Borretschöl. Das Borretschöl wird aus den Samen der Borretschpflanze gewonnen. Diese hat unter allen Pflanzen den höchsten Anteil an der wichtigen Gamma-Linolensäure (GLA), nämlich ca. 20 %. Zum Vergleich: Das bekannte Nachtkerzenöl enthält nur 10 %, Hanfsamenöl sogar nur 3 % Gamma-Linolensäure. Wir nehmen meist viel zu wenig davon (generell mehrfach ungesättigte Fettsäuren pflanzlichen Ursprungs) über unsere Nahrung auf, was zu einem Mangel führen kann.

Gamma-Linolensäure (GLA) und die Omega-6-Fettsäuren

Gamma-Linolensäure ist eine Omega-6-Fettsäure und ein wichtiger Bestandteil unserer Hautzellen. Sie ist damit Ausgangsstoff für die Bildung funktionell wichtiger Strukturlipide und bestimmter entzündungshemmender Stoffe. Da es antiinflammatorisch (also entzündungshemmend) wirkt, bietet sich Borretschöl gerade bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis an.

Die Borretschpflanze (borago officinalis) ist eine Heilpflanze, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt. Die Pflanze ist auch unter vielen anderen Namen bekannt, besonders schön finde ich die Bezeichnung Blauhimmelstern oder Gurkenkraut (weil ihre Blätter wohl nach Gurken schmecken sollen). Borretschöl lässt sich in vielfältiger Weise dem Körper zuführen.

So sieht die Borretschpflanze aus.
Corinna Huter/Shutterstock.com

Aber sind Omega-6-Fettsäuren nicht schlecht?

Einige von euch werden nun sicher aufhorchen, da Omega-6-Fettsäuren keinen ganz so guten Ruf haben wie ihre nahen Verwandten der Omega-3-Fettsäuren. Das will ich an dieser Stelle kurz versuchen zu erklären. Denn Omega-6-Fettsäuren haben zwei Gesichter. Gamma-Linolensäure wird im Körper zu hormonähnlichen Stoffen, sogenannten Prostaglandinen umgewandelt. Die Prostaglandinen aus der Gamma-Linolensäure wirken entzündungshemmend und schützen die Membranen der Nervenzellen. Das sind demnach die eher “guten” Prostaglandine. Allerdings werden aus Omega-6-Fettsäuren (vorrangig) tierischen Ursprungs auch “schlechtere” Prostaglandine gebildet. Und die bewirken eben genau das Gegenteil (wirken also entzündungsfördernd). Wir konzentrieren uns in diesem Beitrag aber auf die positiven Aspekte der Gamma-Linolensäure für die Haut – auch wenn es eine Omega-6-Fettsäure ist.

Das Geheimnis der Delta-6-Desaturase

Neben der direkten Zufuhr über die Ernährung kann Gamma-Linolensäure auch durch die Umwandlung von Linolsäure im Körper hergestellt werden. Ist ja im Grunde eine feine Sache. Bei manchen Neurodermitikern funktioniert das allerdings nicht, da das Enzym Delta-6-Desaturase im Körper gestört ist oder ganz fehlt (der sogenannte Desaturase-Defekt). Das ist insofern problematisch, da die Delta-6-Desaturase eine wichtige Rolle bei der Umwandlung von Linolsäure –> zu Gamma-Linolensäure –> zu den “guten” Prostaglandinen spielt.

Ist die Aktivität der Delta-6-Desaturase, die diese Umwandlung unterstützt, gehemmt (zum Beispiel durch zu viele tierische Fette, zu viel Alkohol, Virusinfekte, Diabetes oder durch einen Nährstoffmangel) oder fehlt eben ganz, hat der Körper Probleme, die Gamma-Linolensäure zu bilden. Dann zeigen sich die atopischen Ekzeme der Neurodermitis. Aus diesem Grund ist es einerseits wichtig, mithilfe einer Supplementierung (zum Beispiel in Form von Borretschöl) die Schwäche der Delta-6-Desaturase auszugleichen. Andererseits muss die Aktivität der Delta-6-Desaturase durch die Zufuhr von Mikronährstoffen wie Magnesium, Calcium oder Zink zusätzlich unterstützt werden (nicht ohne Grund empfehle ich Zink als eins meiner Top 3 Nahrungsergänzungsmittel).

Ich habe die folgenden Borretsch-Produkte ausprobiert:

Produkttipps mit Borretschöl

Zum Schlemmen: Dr. Budwig® Omega-3 Borretsch

Das Wirken der Firma Dr. Budwig geht auf die Forschung der Ärztin Dr. Johanna Budwig zurück. Johanna Budwig hat wie keine andere das Prinzip der guten Fette vorangetrieben und damit die sogenannte Öl-Eiweiß-Kost etabliert. Nach Johanna Budwig bilden diese gesunden Fette die Basis unserer körperlichen und seelischen Gesundheit.

Die Öle von Dr. Budwig® zeichnen sich alle durch ihren hohen Anteil an Leinöl aus, das sozusagen die Basis bildet. Im Dr. Budwig® Omega-3 Borretsch werden deshalb 75 % Leinöl (Omega-3-Träger) und 25 % Borretschöl (Omega-6-Träger) kombiniert, was eine ideale Gesundheitskombi darstellt.

Du kannst das Borretschöl der Firma Dr. Budwig® direkt über den Onlineshop oder im gut sortierten Reformhaus kaufen.

Zum Schlucken: Borretschöl-Kapseln von Dr. Wolz®

Die Einnahme der Borretschöl-Kapseln von Dr. Wolz® ist super komfortabel. Einfach zwei Kapseln täglich vor oder zu einer Mahlzeit unzerkaut schlucken, was 240 mg wertvoller Gamma-Linolensäure pro Tag entspricht.

Die Borretschöl-Kapseln von Dr. Wolz® findest du hier.

Zum Schmieren: Bio-Borretschöl von der Ölmühle Solingen

Natürlich kann man Borretschöl auch direkt über die Haut aufnehmen. Dann jedoch sollte man reines Borretschöl verwenden. Das Borretschöl der Ölmühle Solling ist bio (!), nativ und kaltgepresst (darauf solltest du bei Ölen immer achten). Es ist als Speiseöl ausgewiesen und du kannst es genauso wie das Öl von Dr. Budwig in deinen Speiseplan einbauen. Es eignet sich aber eben auch hervorragend zum Auftragen auf die trockene Haut und hinterlässt ein angenehmes Gefühl.

Hier findest du das Bio-Borretschöl der Ölmühle Solling

Achte immer auf ein gutes Gleichgewicht von Omega-6 und Omega-3

Du hast nun gesehen, dass das biochemische Wirken von Omega-6 etwas, sagen wir, kompliziert und ambivalent ist. Auch wenn die Omega-6-Fettsäuren oft eher verteufelt werden, gilt trotzdem, dass Gamma-Linolensäure (und hier eben besonders Borretschöl wegen seines hohen Gehalts) bei Hautkrankheiten sehr förderlich ist.

Bitte beachte, bei der Zufuhr von Omega-6-Präparaten oder bei einer sehr Omega-6-lastigen Ernährung auch ausreichend Omega-3 aufzunehmen. Denn nur, wenn ein gutes Gleichgewicht zwischen beiden Fettsäuren besteht, kann der Körper optimal funktionieren. Unter normalen Umständen und von der Natur so angelegt findet sich im Nervensystem ein Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3 von 1:1. Durch unsere Omega-6-lastige Ernährung trifft aber bei den meisten eher ein Verhältnis von ca. 15:1 zu. Es wird empfohlen, wenigstens ein Verhältnis von 4:1 hinzubekommen.

Alles zu den positiven Eigenschaften der Omega-3-Fettsäuren findest du in meinem Beitrag EPA, DHA & ALA – Omega-3-Fettsäuren sind der Hit!

Hast du bereits Erfahrungen mit Borretschöl-Präparaten? Dann schreibe sie gerne in die Kommentare!

Teile dieses Beitrags enthalten Werbung, spiegeln aber nichtsdestotrotz authentisch die Meinung der Autorin wider.

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