Über mich

Und wer schreibt hier bei Kratz und Maus?

Ich bin Julia und ich freue mich, dass du auf meinem Blog gelandet bist. Warum schreibe ich diesen (Haut-)Blog? Nun, ich weiß, was ständiger und unbändiger Juckreiz für einen Leidensdruck auslöst, vor allem, wenn er wie bei mir im Laufe der Zeit durch den Körper wandert und kein Auslöser auszumachen ist. Ich weiß, was es für ein Gefühl ist, zu hören: „Hör auf, dich zu kratzen!“, man aber einfach nicht aufhören kann und man selbst lieber Schmerz in Kauf nimmt, als den unentwegten Drang sich zu kratzen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Betroffenen leide ich aber nicht seit meiner Kindheit an Neurodermitis, sondern bei mir machte sie sich erst ungefähr nach dem Abitur bemerkbar. Dies allein ist aus der gängigen medizinischen Sicht schon ungewöhnlich genug. Dazu kommt bei mir allerdings noch eine seit der Pubertät ausgemachte Akne und Neigung zu Rosazea. Und damit fällt man komplett aus dem (Behandlungs-)Raster. Hautärzte waren mit ihrem Latein am Ende, denn die gängigen austrocknenden Cremes gegen die Akne verschlimmerten die Ekzeme und zu fette Salben gegen die roten Ekzeme wiederum ließen die Pusteln und Entzündungen sofort aufblühen. Jedes Jahr bekam ich daher (bei mir meist zum Sommer hin) mindestens einen schweren Neurodermitisschub, der mich verzweifeln ließ.

Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass es etwas geben MUSS, was die Verschlechterungen antriggert. Es hat mich wahnsinnig gemacht, nicht zu wissen, weswegen meine Haut schlechter wurde bzw. wo das Ganze plötzlich unerklärlicherweise herkommt. Es musste doch Auslöser geben! Und diese Auslöser müssten doch über die bekannten Allergien hinausgehen oder? Niemand hat mir geglaubt und es wurde immer auf meine allgemeine hohe Allergenneigung geschoben.

Beim letzten Schub wurde mir also wieder die stärkste auf dem deutschen Markt erhältliche Kortisoncreme verschrieben, die ich aus Verzweiflung natürlich nahm, damit sich die Haut nach den vielen Kratzattacken endlich wieder etwas erholen konnte und ich normal arbeiten gehen konnte. Nach dem Absetzen des Kortisons begann wieder der Teufelskreislauf. Eines Tages fiel dann der Name Ciclosporin, was zur Gruppe der Immunsuppressiva gehört. Wir waren also an dem Punkt angelangt, an dem es scheinbar keinen anderen Weg mehr gab, als mein Immunsystem künstlich zu unterdrücken, um meine überschießenden (Haut-)Reaktionen abzumildern. Immunsuppressiva werden normalerweise organtransplantierten Personen gegeben, damit der Körper das neue Organ nicht abstößt. Diese Tabletten sind keine Smarties, wenn man sich dazu entscheidet, würde das ständige Blutkontrollen wie bei einem chronisch Kranken mit sich ziehen. Alles in mir wehrte sich gegen diese Tabletten. Ich fühlte mich doch sowieso schon unfassbar müde und schlapp, brauchte mein Körper nicht eher eine Stärkung als eine zusätzliche Schwächung des Immunsystems?

Letzter Ausweg: Ab ins Fachkrankenhaus für Dermatologie Schloss Friedensburg

Schließlich wurde ich in die Hautklinik Schloss Friedensburg nach Thüringen überwiesen. Das Fachkrankenhaus für Dermatologie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Was hatte ich noch zu verlieren? Und es war die richtige Entscheidung! Die Ärzte haben dort noch allerhand weiterer Allergien und Dinge rausgefunden, die man vorher nicht gefunden hat oder finden wollte …? Da sie u. a. getestet haben, dass ich zum Beispiel auf Hefe, Kümmel, Milch und Sojaflocken allergisch reagiere, werde ich immer ernährungstechnisch relativ eingeschränkt bleiben. Die bekannten hohen Sensitivitäten gegenüber Schimmelpilzen, Hausstaubmilben, Gräserpollen und Katzenhaaren haben sich erneut bestätigt. Aufgrund der charakteristischen juckenden Flächen im Gesicht, am Hals und am Nacken/Rücken, hat der Bluttest darüber hinaus aber gezeigt, dass ich auf einen bestimmten Pilz der menschlichen Hautflora (Pityrosporon orbiculare/Malassezia furfur) allergisch reagiere (Ich bin also sozusagen gegen mich selbst allergisch, hahaha …). Diese Erkenntnis hätte ich sonst nie gehabt! Und das sind nur einige der vielen Dinge, die festgestellt wurden.

Vieles, was ich von diesem Krankenhausaufenthalt mitgenommen habe, wird Bestandteil dieses Blogs sein. Ich hoffe, dass ich dir und allen haut- und allergiegeplagten Menschen da draußen mit diesem Blog Mut dafür machen kann, Hautprobleme nicht weiter mit Kortison und Tabletten zu bekämpfen, sondern (ganzheitliche) Alternativen zumindest in Erwägung zu ziehen. Ich bin vielseitig interessiert, für alle möglichen Ansätze offen und probiere ständig neue Sachen für die Haut und das Allgemeinbefinden aus. Ich möchte meine Erfahrungen und Tipps teilen, weil ich mir auch immer vor allem Verständnis und wirklich hilfreiche Tipps von anderen Betroffenen gewünscht habe.

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