Allergien ·Ernährung

Die Krux mit der Hefe – Hefeallergie

Du verträgst keine Hefe oder hast sogar eine Hefeallergie? Leider steckt Hefe in mehr Lebensmitteln, als man so denkt. Als ich erfuhr, dass ich allergisch auf Hefe reagiere, war mir das Ausmaß dieser kommenden Einschränkung noch nicht wirklich bewusst. Dass es schwieriger werden würde als gedacht, realisierte ich erst beim Einkaufen. Hefe ist nämlich Bestandteil unfassbar vieler Lebensmittel und ich frage mich, ob das so gut für den Menschen ist (auch wenn man nicht allergisch reagiert).

Doch was ist Hefe eigentlich und was macht sie so bekannt?

Hefen sind im Grunde nichts anderes als einzellige PILZE. Beim Zusammenkneten eines Teiges mit Hefe ernähren sich die Pilze vom Zucker in der Stärke des Mehls. Bei diesem Stoffwechselprozess entstehen dann u.a. Alkohol und Kohlendioxid. Und nun wird klar, warum der Teig vor dem Backen erst ruhen soll, denn das Kohlendioxid bewirkt, dass der Teig sich aufbläht und so anfängt zu „gehen“. Gerade Bäckerhefe ist deshalb so beliebt, weil sie eine besonders hohe Triebkraft hat und den Teig damit, ist ja klar, um ein Vielfaches „vermehrt“. Und vermehren ist hier nicht nur darin zu sehen, dass er toll aufgeht, sondern auch, dass man sehr viel mehr Teilchen aus einem einzigen Teigklumpen bekommt.

Hefeallergie Allergie auf Hefe Probleme mit Hefe

Auflistung von Nahrungsmitteln, die man bei einer Hefeallergie meiden sollte

Wenn du denkst, Hefe wäre nur in brotähnlichen Dingen vertreten, hier eine kleine Auflistung mit hefehaltigen Lebensmitteln, die sich wahrscheinlich noch weiter fortführen ließe:

Brot/Brötchen: mit Hefe. Meine Familie und ich haben jeden Bäcker in der Umgebung abgeklappert nach hefefreiem Brot oder Brötchen. No chance! Im Supermarkt sieht es nicht anders aus. Ich habe mir die Mühe gemacht und die Zutatenlisten jedes(!) abgepackten Brotes in Supermärkten meiner Nähe durchgelesen. Bis auf ein merkwürdig und nicht sonderlich appetitlich ausschauendes Eiweißbrot, war überall – welch Überraschung – Hefe als Zutat vermerkt. Es wundert mich ehrlich, denn es gibt Varianten ohne Gluten, ohne Weizen, mit Reismehl, anderen Mehlen, ausgefallenen Körnern und und und. Aber warum gibt es keine industriellen Backwaren ohne Hefe?! Ich finde es echt schwer, morgens am Wochenende keine frischen Bäckerbrötchen mitessen zu können. In der Mittagspause oder im Bahnhof ist das belegte Brötchen auf die Schnelle nicht mehr drin. Und außerdem ist Schluss mit Brot und Dip auf Partys.

Toastbrot/Hamburgerbrötchen/Hotdogbrötchen/Stuten: mit Hefe. Einzige bisher gefundene „Alternative“ Wraps.

Süße Teigteilchen wie Streuseltaler/Donuts/Berliner: mit Hefe. Einzige bisher gefundene „Alternativen“ Frischeiwaffeln und Teilchen aus Blätterteig – immerhin auch lecker.

Knäckebrot/Zwieback: mit Hefe. Zum Glück gibt es auch Knäckebrot ohne, z. B. das Knäckebrot von Alnatura. Ansonsten Reiswaffeln.

Pizza/Baguettes/Kräuterbaguettes aus der Tiefkühltruhe: mit Hefe. Was hätte ich auch mal wieder Bock, mir abends eine fertige Pizza in den Ofen zu schieben, hmmm …

Panierte Lebensmittel wie Gemüse-/Fischstäbchen/Schlemmerfilet-Fisch/Nuggets/Schnitzel: mit Hefe. In Panade?!

Knabberzeug wie Salzstangen/Cracker: mit Hefe. Chips hier als Alternative zu nennen mag komisch klingen, aber wenn man auf die anderen Zutaten achtet (Stichwort Geschmacksverstärker!), sind sie nichts schlechter. Hast du schon mal Gemüse- oder Süßkartoffelchips probiert? Lecker!

Bier/Wein: mit Hefe! Natürlich, denn durch die Gärung und die zugegebenen Hefepilze entstehen erst der besondere Geschmack.

Sonstiges: Ich habe auch schon Hefe als Zutat in Tortellinis und Brühen gesehen.

Wenn man das so betrachtet, finde ich es schon erschreckend, wie viele Produkte mit Hefepilzen man sich tagtäglich so zuführt oder?

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2 Gedanken zu „Die Krux mit der Hefe – Hefeallergie

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