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Das schafft Linderung bei einer Hausstaubmilben-Allergie

Hausstaubmilben und ihr Kot können für manche Menschen zur echten Qual werden. In diesem Beitrag zeige ich dir meine bewährten Tipps und Tricks, um den mistigen Biestern den Garaus zu machen.

Mit diesen Tipps und Tricks wirst du Hausstaub(-milben) effektiv los

Das schafft Linderung bei einer Hausstaubmilbenallergie
Seksun Guntanid/Shutterstock.com

Anders als man vielleicht annimmt, richtet sich eine Hausstaubmilben-Allergie nicht gegen die mikroskopisch kleine Milbe an sich, sondern gegen den abgesonderten Kot, der dann zu Staub zerfällt.

Bettbezüge, Vorhänge, Decken und Teppiche regelmäßig waschen
Sobald dir nachts die Nase zuschwillt oder es dich juckt, wird es allerhöchste Zeit für einen Wechsel deines Bettzeugs (Laken, Bettdeckenbezug, Kissenbezug). Versuch dein Bett so sauber wie möglich zu halten. Dazu gehört auch, Schlafsachen nur im Bett zu tragen und sich nicht mit Straßenklamotten ins Bett zu legen. Bettdecke und Kissen sollten jeden Tag ausgeschüttelt und von Hautschuppen befreit werden. Ich wechsel spätestens (!) alle zwei Wochen (manchmal auch bereits nach einer Woche) mein Bettzeug. Vorhänge im Schlafzimmer müssen natürlich nicht jede Woche, sollten aber zumindest einmal im halben Jahr gewaschen werden (ist auch abhängig vom Stoff). Gleiches gilt für Teppiche. Falls dein Zimmer noch einen Teppichboden haben sollte, denk darüber nach, ihn aus deinem Zimmer zu entfernen. Bei Kindern auch nicht vergessen, die Stofftiere regelmäßig zu waschen.

Milbenschutzbezüge (Encasings) verwenden
Das Reinigen von Bettdecke und Kopfkissen stellt sich meist als aufwendig heraus (oft muss man zumindest die Bettdecke in eine Reinigung bringen, weil sie nicht mehr in die Waschmaschine passt). Am Anfang bietet es sich auf jeden Fall an, einmal alles von einer Reinigung professionell säubern zu lassen. Solltest du dich schon etwas mit dieser Allergie beschäftigt haben, kennst du bestimmt auch bereits die Möglichkeit der Milbenschutzbezüge (Encasings) für Matratzen, Bettdecken und Kopfkissen, die dir ein Arzt bei nachgewiesener Hausstaubmilben-Sensibilität verschreiben kann. Diese Encasings sorgen als Zwischenbezüge dafür, dass die Milben dir nicht zu nahe kommen und du keinen Kontakt zum Kot hast. Das Überziehen der Encasings kann etwas tricky sein – wenn dir jemand hilft, geht es definitiv einfacher. Die Encasings sind waschbar, müssen aber nur selten in die Waschmaschine.

Wenn du ein Rezept für Encasings bekommen hast (z. B. vom Hautarzt oder vom Allergologen), übernimmt die Krankenkasse die Kosten dafür. Du hast alle 10 Jahre ein Anrecht auf neue Encasings, die die Krankenkasse bezahlt. Wenn du (finanziell) die Wahl hast, empfehle ich dir, ruhig eine zuzahlungspflichtige Variante zu nehmen. Diese Bezüge sind meist aus einem hochwertigeren Material und halten die Milben noch besser in Schach. Sie rascheln weniger und sind atmungsaktiver (besonders im Sommer wichtig).
Update 2021: Ich habe mir nach Ewigkeiten neues Bettzeug zugelegt, was nun andere Maße hat als das davor. Ich habe zuletzt vor fünf Jahren neue Encasings bekommen und hatte insgeheim gehofft, dass die Krankenkasse mir doch aufgrund der geänderten Maße neue Encasings bezahlt. Nach einem Telefonat mit der Krankenkasse stellte sich heraus, dass diese “Maßänderung”, von der ich gelesen hatte, sich allerdings nur auf die Umstellung von Kinderbett auf Erwachsenenbett bezieht. Das verstehe ich und diese Regelung ist auch in Ordnung für mich. Da ich viel von Encasings halte, habe ich mir also ganz normal (ohne Rezept) welche online bestellt. Das ist natürlich auf einen Schlag nicht ganz günstig, ich sehe es aber als eine langfristige Investition (in mein Wohlbefinden).

Bild einer Hausstaubmilbe
So sieht sie aus, die kleine Hausstaubmilbe!
Crevis/Shutterstock.com

Fusselrolle
Mit Fusselrollen entfernen wir eigentlich Haare und Schuppen von der Kleidung. Wusstest du, dass sich eine Fusselrolle auch wunderbar für eine schnelle Reinigung z. B. vom Kopfkissen eignet? Einfach mit einem frischen Fusselrollenblatt übers Kissen rollen und du wirst überrascht sein, was da so alles hängen bleibt. Rettet zumindest über eine weitere Nacht hinweg, bis man die Bettwäsche wieder ordentlich wechseln kann. Ich habe eine normale Fusselrolle von IKEA.

Antistatische Wischtücher
Da eben vor allem der Kot der Milbe (der dann zu Staub zerfällt) das Problem ist, sollte man eine generelle Staubreduzierung im Blick haben. Mit antistatischen Tüchern kannst du einfach und unkompliziert zwischendurch „durchwischen“, ohne den Staubsauger bemühen zu müssen. Pass nur auf, dass du nicht unnötig Staub aufwirbelst.

Dampfwischer/Dampfreiniger
Feuchtes Wisches ist meist effektiver. Ernsthaft, ein Dampfreiniger ist ein Traum. Er sieht so aus wie ein Wischer (bei uns im Norden sagt man dazu Feudel), aber eben mit Wassertank und Kabel. Der Dampfwischer gibt heißen Dampf ab. Der feuchte Wischer nimmt deutlich mehr unterschwelligen Dreck auf und durch den Dampf werden laut Hersteller bis zu 99,9 % der Bakterien und Keime vernichtet. Ich reinige mein Zimmer zunächst mit dem Staubsauger und dann mit dem Dampfwischer und du wirst nicht glauben, wie viel Dreck immer noch in dem Wischlappen klebt. Du setzt den Dampfreiniger einfach auf den Wischlappen, füllst den kleinen Wassertank, steckst das Kabel in die Steckdose und los geht’s. Damit ersparst du dir einen Eimer mit Schmutzwasser und dreckige Hände vom Auswringen. Den Wischbezug ziehst du hinterher ab und kannst ihn ganz normal in der Waschmaschine waschen. Ich schwöre auf den Dampfreiniger von Vileda®.

Leistungsstarker (Milben-)Handstaubsauger
Ein Handstaubsauger ist schon eine tolle Sache – besonders, wenn er eine starke Saugleistung hat und Matratzen, Bettzeug und Polster zusätzlich durch UV-C-Licht desinfiziert. Ich bin mit meinem Milben-Handstaubsauger sehr zufrieden und jedes Mal erschrocken, wie viel graues Zeug sich allein schon nach einem Saugdurchgang vom Bett im Filter gesammelt hat. Ich hatte vorher auch einen normalen Handsauger, aber der hatte längst nicht diese Saugkraft. Das UV-C-Licht soll bis zu 99,9 % der Milben abtöten. Ob die Oberfläche durch das UV-Licht nun wirklich sterilisiert wird, kann ich nicht beurteilen. Ich habe den Milben-Handsauger von CLEANmaxx® (leider gestaltet sich die Nachbestellung eines Filters schwieriger als gedacht, scheint aber über Umwege dennoch möglich).
Update 2021: Seit ich den kabellosen Staubsauger von Dreame mit verschiedenen Aufsätzen habe, sauge ich nur noch damit. Kabellose Staubsauger sind neben Wärmflaschen und Geschirrspülmaschinen einfach die besten Erfindungen ever und erleichtern das Leben enorm! Und ja, ich hatte auch Befürchtungen wegen dem Entleeren des Staubbehälters. Aber alles nicht so wild. Das Gerät einfach über die Tonne halten, Knopf drücken, Staubmischung herausfallen lassen, und schnell den Deckel zumachen. Oder die*den nicht-allergische*n Freund*in entleeren lassen 😉

Beispiel von einem Milben-Handstaubsauger
Beispiel für einen Milben-Handstaubsauger
Quality Stock Arts/Shutterstock.com

Luftreiniger/Luftwäscher
Ein Luftreiniger macht, wie sein Name schon sagt, die Luft sauberer, indem er feinste Partikel durch einen Ventilator mit speziellen Filtern (Aktivkohle und/oder HEPA-Filter) einsaugt. Dabei werden neben Staub und Milbenkot natürlich auch Pollen, Tierhaare, Schimmelsporen oder Keime angezogen. Ein Luftreiniger kann eine Option sein, wenn sich die Allergie bei dir vor allem über die Atemwege (Asthma, Niesen, Husten etc.) äußert. Ich persönlich finde es wichtig, dass ein Luftreiniger über einen HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air Filter) verfügt. Das ist die beste Filtertechnologie, die auf dem deutschen Markt verfügbar ist. Neben Luftreinigern gibt es auch Luftwäscher, die allerdings mit Wasser arbeiten. Die eingesaugte Luft wird befeuchtet, gereinigt und wieder abgegeben. Ein Luftwäscher kann leider nur die „gröberen“ Partikel aus der Luft filtern und eignet sich daher eher nicht für sehr sensible Allergiker. Luftreiniger gibt es in verschiedenen Größen und Preisklassen. Die Leistung sollte sich auch immer nach der Zimmergröße richten.

Milbensprays
In der Apotheke werden Milbensprays angeboten, die man ganz leicht auf die Matratze oder das Bettzeug aufsprüht, und die mit einem meist pflanzlichen Wirkstoff die Milben töten (der Geruch des Wirkstoffs kann teilweise etwas gewöhnungsbedürftig sein). Die Anwendung muss ca. alle halbe Jahr wiederholt werden. Allerdings kommt man auch hier um das Absaugen der toten Milben und damit um das Reinigen von Matratze/Sofa/Teppich nicht herum (wer will schon in toten Milben schlafen?!). Seit ich die Matratze und das Bettzeug regelmäßig absauge, lasse ich das Spray weg – in der Hoffnung, dass eh alles Tote oder Lebendige weggesaugt wird. Ich finde die Sprays für unterwegs aber sehr nützlich, wenn man ein Hotelbett oder einen Bezug jedenfalls ansatzweise für seinen Aufenthalt “milbenfrei” bekommen möchte. Param Milbenspray und Milbopax Milbenspray Sprühlösung sind die gängigsten Sprays.

Langärmelige Schlafanzüge
Mir hilft es, langärmelige Schlafanzugoberteile im Bett zu tragen (außer im Sommer natürlich). Dadurch wird der Kontakt zu möglichen Allergenen im Bett gemindert und Cremes (z. B. auf der Armbeuge) sauen nicht alles ein.

Info: Ich habe mir die Produkte selber gekauft und bekomme von den Firmen keinerlei Vergütung für diesen Beitrag. Der Beitrag enthält aber Affiliate Links. Wenn du über diese Links etwas bestellst, unterstützt du Kratz und Maus.


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